Gesetz zum Schutz des Bernsteins

Gesetz zum Schutz Bernstein
In Deutschland gab es ein Gesetz zum Schutz des Bernsteins von Mai 1934. Dieses hatte noch bis in unser Jahrtausend Gültigkeit. So gab es zu diesem Gesetz einen Artikel im EGStGB (Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch), der §3 in eine neue Fassung setzt und §4 Absatz 2 gleich strich.

Das Gesetz zum Schutz des Bernsteins umfasste auch nur 5 Paragraphen und findet sich zwischen der zweiten Verordnung über die Regelung des Tiermarktes und einem Gesetz über Bergmannswohnungen wieder.

Unterzeichnet ist das Gesetz zum Schutz des Bernsteins zum einen von Reichskanzler Adolf Hitler und auch von Reichwirtschaftsminister Dr. Schmitt. Aus dem Haus des Reichwirtschaftsministers stammte das Gesetz wohl auch.
Gesetz zum Schutz des Bernsteins, 1934

Gesetz zum Schutz des Bernsteins

Vom 3. Mai 1934
Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird.:

Gesetzesänderung EGStGB

In der Gesetzesänderung im EGStGB wird §4, Absatz 2 gestrichen. §3 wurde geändert, nun handelt man ordnungswidrig, wenn man vorsätzlich oder fahrlässig die Vorschriften über die Bezeichnung als Bernstein oder die Vorschriften über die Kennzeichnung von Bernstein verletzt. Angedroht wird eine Geldbuße von bis zu zehntausend Deutsche Mark.
Gesetzesänderung

Gesetz zum Schutz des Bernsteins wird 2005 gestrichen

Allerdings gab es 2005 ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Bürokratieabbau. Demnach wurden eine ganze Reihe von Rechtsvorschriften (insgesamt 46) im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit aufgehoben. Betroffen waren Rechtsvorschriften, die mittlerweile keinen Anwendungsbereich mehr haben.

Artikel 15 dieses Gesetzentwurfs beschäftigt sich mit dem Gesetz zum Schutz des Bernsteins, wonach nur echter Bernstein als Bernstein bezeichnet werden darf. Dieses Gesetz wird aufgehoben. Begründung: Für das Gesetz besteht kein Bedürfnis mehr, da der mit dem Gesetz bezweckte Schutz ausreichend durch andere Rechtsvorschriften, insbesondere das Recht des unlauteren Wettbewerbs, gewährleistet ist. Soweit ersichtlich wird das Gesetz nicht mehr angewendet. Damit ist es nicht mehr aufrechterhaltungsbedürftig und wird aufgehoben.
DIP21 Bürokratieabbau

Echtheitszertifikat für Bernstein heute noch gebräuchlich

Vielleicht ist aber genau dieses nicht mehr existierende Bernstein Gesetz der Grund dafür, warum Bernsteinketten, und hier machen auch die Babybernsteinketten keine Ausnahme, so oft mit Echtheitszertifikat verkauft werden.

Dennoch kann es nie schaden, wenn man ungefähr weiß, auf was man achten muss, um echten Bernstein zu erkennen.